Gute Nacht Geschichte zum Vorlesen: Zelten in einer regnerischen Nacht (Text & Audio)

Über Diese Geschichte

In dieser Einschlafgeschichte werden wir uns zum Zelten in die Natur begeben. Auf einem gemütlichen Zeltlager wirst du all den Ballast des Alltags hinter dir lassen. Dabei kannst du die heilende Kraft der Natur in dich aufnehmen und später eine regnerische Nacht in einem sicheren Zelt verbringen.

Die Schlafgeschichte eignet sich sowohl für Kinder als auch erwachsene. Sie ist aus der „Du“-Form geschrieben und nimmt den Zuhörer somit direkt auf diese Reise mit. Unten findest Du die Geschichte nicht nur als Text, sondern auch noch mal zum anhören. Da die Geschichte viel mit Naturgeräuschen und auch Musik arbeitet, ist es empfohlen, sanfte Naturklänge o. Ä. während dem Erzählen im Hintergrund abzuspielen. Eine Auswahl kannst du zum Beispiel hier finden. Vor der Geschichte kannst du den Zuhörer noch mit einer kleinen Einleitung in die Entspannung führen. Rege auch gerne an, dass der Zuhörer früher oder später die Augen schließt.

Geschichte zum Vorlesen: Zelten in der Natur (Text)

Du befindest dich in den tiefen der Natur. Du schließt die Augen, und nimmst mit tiefen Atemzügen den Duft der alten Bäume in dich auf. Es riecht angenehm holzig und erdig. Dein Herzschlag wird allmählich ruhiger – alles, was dich belastet weicht dem Hintergrund. Du bist nun im hier und jetzt. Ein breiter Pfad windet sich durch die Natur. – Das Zeltlager ist nicht mehr all zu weit entfernt. Vor dir siehst du ein blaues Schimmern, das durch die Baumkronen scheint. Es ist das leuchten eines großen Stausees. Das Zeltlager befindet sich genau dort. – Gehe den Pfad etwas weiter entlang. Mit jedem Schritt lässt du alles hinter dir. Hinter Tannen und Kiefern kommt ein großer Holzbogen zum Vorschein. Es ist der Eingang des Zeltlagers. Hier darfst du entspannen – und eins sein mit der heilenden Natur.  Am Holzbogen ist ein großes Schild befestigt, das dich mit herzlichen Worten willkommen heißt. Auch kleine Tafeln hängen am Eingang. Sie haben verschiedene Botschaften, wie „Lass deine Seele atmen“ oder  „Schöne Momente bleiben für immer“. Komme an. Hier kannst du entspannen und alles hinter dir lassen. 

Du gehst durch den Torbogen und siehst einen liebevoll gestalteten Zeltplatz. In dem Moment, mit dem du den Zeltplatz betrittst, fühlst du eine wunderbare Gelassenheit in dir. Als wäre dieser Ort umhüllt von einer Sicherheit, die dich behütet und beschützt. Der Zeltplatz wirkt auf seine Weise sehr charmant – er strahlt eine angenehme Atmosphäre aus. Du fühlst dich willkommen. Zwischen einzelnen Bäumen kannst du dunkelgrüne und gelbe Zelte erkennen. Kleine Pfade winden sich durch den weitläufigen Platz. In der Mitte vor dir befindet sich ein freier Platz mit rustikalen Holzbänken und Tischen. Du erkennst auch eine Feuerstelle mit Baumstämmen um sich herum. Einige Besucher verweilen dort. Im Sitzkreis der Feuerstelle spielt einer der Camper leise Melodien auf seiner Akustikgitarre. Du nimmst die fröhlichen Stimmen der Gäste wahr. – Einige sitzen an den Tischen, und unterhalten sich bei einer Mahlzeit. – Andere haben es sich vor ihren Zelten bequem gemacht und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Du fühlst dich wohl und entspannt. Hier kannst du verweilen. – Hier bist du zuhause. Die Stimmung ist friedvoll und ausgelassen. Alles ist eins. In einer kleinen Holzhütte neben dem Eingang befindet sich die Rezeption, in der du dich anmeldest. Davor ist eine große Tafel angebracht. Sie zeigt dir die Wanderwege und Ausflugsziele der Region. Ein weiterer Ausdruck, informiert über das Wetter der nächsten Woche. Die Tage werden sonnig und warm, auch wenn es heute Nacht regnen soll.

Hinter großen Kiefern kannst du in Entfernung den See erkennen. Sein Wasser glitzert einladend durch die Baumkronen hindurch. Du hörst einige Kinder im Wasser spielen und plantschen. Du beschließt, die Gegend etwas genauer zu erkunden. Dein Weg schlägt dich in Richtung See ein. Einige Gäste haben es sich am Ufer gemütlich gemacht. Andere erfreuen sich am kühlen Nass. Du bleibst am Ufer stehen und beobachtest zwei jugendliche, die mit ihrem Kanu durch das klare Wasser paddeln. Der See ist umgeben von Kiefern und Tannen. Hohe Bergketten erstrecken sich durch die Landschaft. 

Das Geräusch der kleinen Wellen lädt dich zum entspannen ein. Du hältst inne – und nimmst den Moment in dich auf. Ein kleiner Pfad am Ufer führt dich weiter an das hintere Ende des Zeltlagers. Der Weg ist breit gebaut und windet sich durch den Wald. Je weiter du dich vom Zeltplatz entfernst, desto leiser werden die Stimmen der Gäste. Du hörst den Gesang der Vögel. – Das Rascheln der Blätter – und die Zweige im sanften Wind. Der Wald wird mit der Zeit lichter, und der Weg endet in eine weiten Landschaft, die sich bis zum Horizont erstreckt. Du wanderst langsam durch die saftig grüne Wiese. Unter deinen Füßen spürst du das frische Gras. Mit jedem Schritt, den du machst, fühlst du dich mit der Erde immer mehr verbunden. Der sanfte Wind trägt alle deine Sorgen bis an den Horizont. Du bewunderst die malerische Landschaft. – Die unendlichen Weiten und das satte Grün der Hügel und Blumen, die in allen erdenklichen Farben blühen und sich im sanften Wind wiegen. Du hörst Insekten, die leise summend herumschwirren. Es ist ein wundervoll sommerlicher Nachmittag. Auf deiner Haut spürst du die wohlige Wärme der Sonne. Du verspürst Urlaubsgefühle und unendliche Sicherheit. Es ist ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme. Die Luft wird durchdrungen von der strahlenden Kraft der Sonne. Du nimmst diese Kraft in dir auf. Nach einiger Zeit beschließt du, deinen Weg fortzusetzen.

Du folgst dem gurgelnden Geräusch von Wasser, bis du schließlich am Ufer eines Baches angelangst. Harmonisch bettet sich sein Lauf in die grüne Landschaft einher. Gemächlich wanderst du ein Stück den Bach entlang, bis du auf einen Felsen stößt, der halb in das Wasser ragt. Der Platz strahlt eine angenehme Ruhe aus und lädt dich ein, etwas länger zu verweilen. Du nimmst diese Einladung gerne an und machst es dir auf dem Felsen bequem. Deine Füße lässt du über den Rand des Felsens hängen und in das kristallklare Wasser eintauchen. Die angenehme Kühle ist eine willkommene Abwechslung. Eine Zeit lang beobachtest du zwei Libellen, die emsig auf der Wasseroberfläche herumschwirren. Mit den Füßen im Wasser legst du dich schließlich auf den Rücken und betrachtest, wie kleine Wolken über den Himmel ziehen. Du schließt die Augen und gibst dich dieser Ruhe und Stille hin, die dich umhüllt. Du hörst das Summen der Insekten und das Plätschern des Baches. – Du nimmst auch den Duft der Blumen und des Wassers in dich auf. Angenehm vertraut ist das sommerliche Aroma, das dich umgibt. Einige Zeit liegst du einfach so da und genießt die Gefühle, die kommen und gehen. Du bist im hier und jetzt. Vollkommen entspannt. Ruhe dich aus. 

Nach einiger Zeit trifft ein einzelner Regentropfen deine Stirn. Als du die Augen öffnest, blickst du auf den Himmel. Die Wolken sind dichter geworden. Der Blaue Himmel ist vielen dunklen Wolken gewichen. – Einzelne Regentropfen treffen auf dem Fluss und erzeugen kleine Kreise um sich. Es beginnt sanft zu regnen. Du beschließt, langsam zurückzukehren, bevor der Regen noch stärker wird. – Gemächlich wanderst du über die Blumenwiese, bis dich dein Weg zurück in den Wald führt. Sanfter Regen trifft die Baumkronen und umhüllt die Natur in einer wundervollen Atmosphäre. Hier ist der Regen weniger Stark. Die Bäume schützen dich unter ihren Kronen. Nimm die Geräusche und die Gefühle in dich auf. Höre auch genau hin: Auf das leise Prasseln der Regentropfen… – Nach einiger Zeit erkennst du erste Zelte. Du hörst die entfernten Stimmen der Besucher im Zeltlager. 

Einige Lagerfeuer, flackern noch immer in der Dämmerung. Komme an. Und schlendere an den anderen Zelten vorbei. Du begibst dich zu deinem Zelt. Der Regen ist noch schwach und auch du beschließt, ein Lagerfeuer zu entzünden. Du machst es dir etwas vor deinem Zelt bequem – und nimmst die Umgebung in dich auf. Die vielen Baumkronen und Blätter schützen dich vor dem sanften Regen. Die Abenddämmerung geht langsam und sanft in das Dunkel der Nacht über. Die Bäume verschwinden allmählich in den sanften Schatten der Nacht. Du hörst das knistern des Lagerfeuers. – Und beobachtest, wie sich die Flammen ihren Weg durch die immer tiefere Dunkelheit suchen. Immer mehr Gäste löschen ihre Lagerfeuer und ziehen sich in ihre Zelte zurück. Mit der Zeit sind die Stimmen komplett verstummt. Die Geräusche des Tages verschwinden allmählich, und die Stille der Nacht senkt sich über die Welt. Eine undurchdringliche Wolkendecke verspricht die Regennacht. Die Wolken ziehen sich immer stärker zu. – Hörst du das? Der erste Donner. Der Regen wird stärker, und die Blätter der Bäume geben zunehmend den Regenströmen nach. Erste Regentropfen fallen zischend auf das Lagerfeuer. Nun beschließt auch du, dich in dein gemütliches Zelt zu begeben.

Du ziehst dich in dein Zelt zurück und verschließt den Eingang. Hier ist es trocken und warm. Während du dich in den weichen Schlafsack kuschelst, hörst du, wie die Regentropfen auf das Zeltdach fallen. Es ist ein angenehmes Prasseln. Das Gewitter wird zunehmend stärker. – hier bist du sicher und geborgen. Eine behagliche Wärme umhüllt dich und macht es dir leicht, noch einmal an die Erlebnisse des Tages zurückzudenken. Du bist erschöpft nach diesem langen Tag und den vielen Eindrücken. Was geblieben ist, ist das Gefühl der Ruhe, das dich nun komplett umhüllt. Der Tag liegt nun hinter dir. – Weg, vorüber und vorbei ziehen all die Gedanken. Du kannst dich voll und ganz entspannen. Eine behagliche Müdigkeit breitet sich in deinem ganzen Körper aus. Das monotone prasseln des Regens macht dich Müde. Du bist geborgen und sicher. Du verspürst eine Sicherheit und Geborgenheit, in dem Schutz deines Zeltes. Alles wirkt friedvoll und harmonisch. Es ist warm und trocken. Lass dich in die Entspannung gleiten. Sanft und behütet. Das einzige, was du hörst, ist der Regen und der Donner. Du spürst tiefe Dankbarkeit in dir. Müde fallen deine Augen zu –  du spürst eine Entlastung. Der Regen begleitet dich sanft in einen tiefen und geborgenen Schlaf… 

Gute Nacht Geschichte: Zelten in der Natur (Audio)

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